Ein Kurs für Menschen, die auf die Bühne wollen — und für die, die noch nicht wissen, dass sie es wollen.
Kein Business-Training. Spielen, scheitern, lachen, wachsen.
Wohnst du in Berlin?
Jeden Freitag, 18–20 Uhr. Stadtteilzentrum Weißensee. Für alle Level.
Die ersten 60 Minuten widmen wir uns einem Thema, danach offene Bühne. Ein guter Weg ins Wochenende — und um deine Improv-Fähigkeiten zu stärken.
Freitags, 18:00–20:00 Uhr · wöchentlich
Stadtteilzentrum Weißensee
Pistoriusstraße 23, 13086 Berlin
12 € pro Abend
Alle Level — Anfänger:innen ausdrücklich willkommen
Was ist Scheiter Heiter?
Du spielst. Ich begleite. Wir arbeiten an Szenen, an Figuren, an dem Moment, in dem etwas Echtes auf der Bühne entsteht.
Wer hier rausgeht, hat nicht ein paar Improv-Tricks gelernt. Sondern erlebt, wie es sich anfühlt, wenn man auf der Bühne wirklich da ist.
Mein Ansatz
Mich interessiert ein bestimmter Moment: der, in dem zwei Spielerinnen aufhören, witzig zu sein, und anfangen, ehrlich zu sein. Wo eine Figur etwas fühlt, das man im Publikum mitfühlt. Wo aus „so tun als ob" plötzlich „ist".
Witzig wird's eh — es ist ja Impro. Die Frage ist nicht, ob gelacht wird. Die Frage ist, ob das Lachen aus etwas Echtem kommt.
Deshalb lasse ich in meinen Workshops manchmal Übungen aus der Meisner-Technik einfließen: Sanford Meisners Idee vom „wahrhaftigen Leben unter erfundenen Umständen". Volle Aufmerksamkeit auf den anderen Menschen. Nichts vorbereiten, nicht performen — einfach reagieren auf das, was tatsächlich da ist.
Das Gegenteil davon ist die häufigste Falle: „Mach was Lustiges." Etwa die Figur, die nach zwanzig Sekunden Büro-Smalltalk plötzlich in die Hose macht. Schnelle Reaktion — und die schnellste Art, eine Szene zu töten. Weil es aufgesetzt ist. Weil es aus Unsicherheit kommt, nicht aus dem Moment.
Es gibt einen Unterschied zwischen lustig und witzig. Lustig kannst du im Freundeskreis sein — da lachen Leute, weil sie dich kennen. Witzig auf der Bühne ist etwas anderes. Den geteilten Kontext gibt es noch nicht. Den musst du dir verdienen.
Witzig wird man nicht, indem man witzig sein will. Witzig wird man, indem man aufhört.
Im Kern geht es um Aufmerksamkeit — auf dich, auf die andere Person, auf das, was gerade im Raum entsteht. Auch auf die Stille zwischendurch.
Es ist ein bisschen wie zu früh „Ich liebe dich" zu sagen: Du gehst nicht in die Szene mit dem Gag in der Hand. Du lässt die Szene sich in dich verlieben. Dann sagst du, was du willst.
Improtheater ist keine Comedy-Disziplin. Es ist eine Übung in Präsenz — und in Vertrauen, dass das Lustige kommt, wenn du aufhörst, es zu erzwingen.
Applied Improv
Du übst nicht „Improtheater". Du übst eine bestimmte Art, mit Unsicherheit umzugehen. Und die nimmst du mit, ob du auf der Bühne stehst oder nicht.
Aufmerksam im Moment sein, statt im Kopf nach der nächsten Antwort zu kramen.
Wirklich. Nicht nur warten, bis man dran ist.
Der Name ist Programm: heiter scheitern. Spielen, ohne sich vorher fertig zu denken.
Mit dir. Mit anderen. Mit dem, was gerade tatsächlich passiert.
Das sind keine Soft Skills aus dem Seminar. Das ist, was passiert, wenn man oft genug auf einer Bühne stand, ohne zu wissen, was als Nächstes kommt.
Format
Du kannst reinschnuppern, einsteigen, dabeibleiben. Für Anfänger und Fortgeschrittene.
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