Trainer, Coach und Mediator. Berlin. Seit über zehn Jahren bei Konzernen und Mittelstand im Raum, wenn die Gespräche schwierig werden.
Was mich antreibt
„Ich unterstütze Menschen und Teams dabei, einen guten Draht zueinander und zu sich selbst zu finden, um mit Freude und Sinn zusammenzuarbeiten."
Wer ich bin
Ich bin kein Seminarleiter, der Modelle vorliest. Ich entwerfe Lernsituationen.
Jede hat einen dramaturgischen Bogen: erst die Erfahrung, dann der Rahmen. Teilnehmende erleben zuerst, verstehen danach.
Das ist der Unterschied zwischen Wissen, das bleibt — und Wissen, das nach der Kaffeepause weg ist.
Woher ich komme
Zwei Haushalte. Zwei sehr unterschiedliche Sets an Regeln. Zwei Welten, die sich in vielem nicht einig waren. Bei meiner Hippie-Mutter im Bio-Laden in Berlin-Weißensee. Mit zwölf alt genug, um zu meinem anarchischen Vater nach Neukölln zu ziehen — einem, der auf Demos ging und vermeintlich allgemeingültige Regeln grundsätzlich erstmal hinterfragte.
Wenn man so aufwächst, lernt man schnell: Konflikt ist nicht die Ausnahme. Konflikt ist Dienstag.
Studiert habe ich später Sozial- und Kulturwissenschaften — nicht aus akademischem Interesse, sondern weil ich möglichst viele Perspektiven auf das menschliche Zusammenleben sammeln wollte.
Die Grundüberzeugung, die meine Arbeit trägt: Die Lösung findest du nicht um die Spannung herum. Du findest sie in ihr.
Kernthemen: Konfliktmanagement, Verhandlung, Führungskommunikation.
Ich arbeite für Konzerne und Mittelstand, häufig über Trainingsanbieter wie Cegos, edutrainment, MR Education, Modul Training. Zu meinen Kunden zählen Lufthansa, Amazon, Siemens Energy, Maersk, Schüco und Aareal Bank.
Mein Handwerk ist das Theater. Über ein Jahrzehnt auf der Bühne: Schauspieler. Mitgründer einer Theatercompany. Forum Theater nach Augusto Boal — ein Jahr Tournee mit Szenen wie sexistischen Übergriffen in der U-Bahn, vor einem Publikum, das nicht zuschaute, sondern mitspielte und nach Lösungen suchte. Improv-Comedy bei den Improvisionären in Berlin.
Was mich am Theater fasziniert: Theater braucht den Konflikt. Und es eskaliert ihn. Ohne Spannung keine Szene. Jede gute Dramaturgie ist eine Konflikteskalation.
Meine heutige Arbeit ist die Umkehrung. Konflikt bearbeitbar machen. Deeskalieren, wo er vergiftet. Halten, wo er produktiv ist.
Das Handwerk dahinter — Räume lesen, Körper lesen, Dynamiken sehen, bevor sie kippen — habe ich auf der Bühne gelernt.
Außerdem: Gründer und CEO eines Tech-Startups. Konflikt kenne ich nicht nur aus dem Seminarraum, sondern aus der Führungsrolle selbst.
Ein Beispiel. Ich pushte für klare Deadlines — ich musste vor Kunden stehen und Features zusichern. Auf ein Datum. Du verkaufst kein Vielleicht.
Mein Entwicklungsleiter sah das komplett anders. Nicht aus Widerstand — aus Integrität. Er wusste besser als jeder andere, wie komplex die Arbeit wirklich war. Und dass Überversprechen kein reines Lieferproblem ist, sondern ein Vertrauensproblem, ein Qualitätsproblem, ein Teammoral-Problem.
Wir stritten regelmäßig. Wir haben es nie wirklich aufgelöst. Und das war richtig.
Die Spannung zwischen „wir müssen das verkaufen" und „wir müssen das richtig bauen" ist kein Bug im Startup. Sie ist ein Feature. Sie existiert, weil beides ehrlich zählt. Ein CEO ohne diesen Pushback überverspricht. Ein Entwicklungsleiter ohne diesen Druck verliert die kommerzielle Realität aus dem Blick. Der Konflikt hat uns ehrlich gehalten.
Das Ziel war nie, ihn loszuwerden. Das Ziel war, ihn gut zu führen.
Daneben gibt es die andere Sorte: den Konflikt, der sich auflösen ließe — und alles leise vergiftet, bis es passiert. Das Gespräch, das nicht stattfindet. Das, was niemand laut ausspricht. Der braucht eine ganz andere Behandlung.
Beide Sorten landen auf dem Tisch. Oft wissen die Teilnehmenden selbst nicht, mit welcher sie es zu tun haben. Genau dort fangen wir an.
Studium & Ausbildung
Zertifikate
Die formale Grundlage meiner Arbeit — jede Ausbildung als PDF hinterlegt:
Drei Säulen
Handeln unter Unsicherheit. Wirklich zuhören. Auf das reagieren, was tatsächlich passiert. Raum und Körper als Lerninstrument.
Marshall Rosenberg. Auslöser und Ursache trennen. Bedürfnisse hinter Verhalten erkennen. Beobachtung → Gefühle → Bedürfnisse → Bitten.
Führung als Organisationsphänomen. Lebende Systeme, nicht Maschinen. Verbinden und Entscheiden als Kernaufgaben von Führung.
Modelle & Frameworks
Diese Grundlagen fließen in meine Trainings ein:
Feedback strukturiert geben: Facts → Explain Impact → Emotion → Direction
Aktives Zuhören: Explore → Absorb → Transform
Interessen statt Positionen, BATNA, sachbezogenes Verhandeln
Schulz von Thun – Sach-, Beziehungs-, Selbstoffenbarungs- und Appellebene
Konflikt als systemisches Phänomen – das "dritte Wesen"
Stone / Patton / Heen – drei Gesprächsebenen: Sachverhalt, Gefühle, Identität
Führung als Organisationsphänomen. Lebende Systeme. Verbinden und Entscheiden unter Komplexität.
Standort
Berlin, europaweit und online tätig.
Verfügbarkeit
Berlin bis Mitte 2027. Danach UK-basiert. Inhouse-Trainings bleiben DACH-weit verfügbar.
Sprachen
Deutsch (Muttersprache) · Englisch (verhandlungssicher).