Zwei bis drei Tage, 6 bis 20 Personen. Vor Ort oder online, auf Deutsch oder Englisch.
Kein Foliensatz über Eskalationsstufen. Ihr bringt die Konflikte aus eurem Alltag mit, und ihr geht mit Sätzen raus, die ihr nächste Woche sagen könnt.
Die Haltung dahinter
Konflikte sind keine Betriebsstörung, sondern Information. Sie zeigen, wo Interessen auseinanderlaufen, wo Rollen unklar sind, wo eine Entscheidung fehlt. Teams, die das lesen können, werden durch Konflikte besser statt langsamer.
Der Schlüssel ist eine einfache Unterscheidung: Konflikte sind nicht gut oder schlecht, sie sind funktional oder dysfunktional. Ein funktionaler Konflikt bringt Unterschiede auf den Tisch und macht sie bearbeitbar. Ein dysfunktionaler dreht sich im Kreis, verhärtet die Fronten und frisst Energie und Vertrauen. Das Ziel dieses Seminars ist deshalb nicht, Konflikte zu glätten oder zu vermeiden, sondern dysfunktionale in funktionale zu überführen.
Inhalte
Die meisten Konflikte eskalieren nicht, weil jemand böse will, sondern weil niemand früh genug hinschaut. Ihr lernt, Konflikte auf Sach-, Beziehungs- und Werteebene zu unterscheiden und Eskalationsdynamiken einzuschätzen, bevor sie das Gespräch übernehmen. Das Glasl-Modell liefert dafür die Landkarte: Wer weiß, auf welcher Stufe ein Konflikt steht, weiß auch, welche Intervention noch trägt und welche nicht mehr.
Auslöser ist nicht Ursache. Gefühle entstehen nicht durch das, was andere tun, sondern durch unsere Bewertung. Wer das trennt, bleibt handlungsfähig, wo andere eskalieren. Mit der Gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg trainiert ihr, Beobachtung von Bewertung zu trennen, das eigene Bedürfnis hinter dem Ärger zu finden und es so zu sagen, dass das Gegenüber zuhören kann statt sich zu verteidigen.
Irgendwann muss der Konflikt auf den Tisch. Ihr übt das Gespräch, das ihr aufschiebt: Klarheit schaffen, ohne Vertrauen zu zerstören. Grundlage sind Difficult Conversations (Stone, Patton, Heen) und Rollenspiele mit euren echten Fällen. Nicht mit Fallbeispielen aus dem Lehrbuch, sondern mit der Situation, die euch gerade wach hält.
Aus einem Konflikttraining
Ein Leistungsträger beschwert sich, dass er fünf Projekte stemmt, während sein Team im Schnitt zwei bearbeitet. Im Gespräch zeigt sich: Er gibt nie eine Aufgabe ab, weil er den Kollegen die Verantwortung nicht zutraut. Sie wiederum erleben jede Übernahme als Mikromanagement. Der Konflikt war kein Personenkonflikt, sondern ein Muster, das beide aufrechterhielten.
Ablauf
Vor jedem Training steht ein Auftragsklärungsgespräch: Was ist die konkrete Situation, welche Zielgruppe, was soll sich danach verändert haben? Daraus entsteht ein Design für euch. Kein konfektioniertes Seminar, das ich zweihundertmal gehalten habe.
Im Training selbst gilt: Teilnehmende erleben zuerst, dann wird eingeordnet. Maximal drei Minuten Vortrag am Stück, danach Übung, Rollenspiel oder Diskussion. Jede Einheit hat eine Dramaturgie: erst die Irritation, dann die Vertiefung, am Ende Handlungsfähigkeit. Was nach der Kaffeepause noch trägt, hat getroffen.
Buchungsanfrage stellenStimmen
„Methodisch top – und du hast es geschafft, das Seminar absolut professionell, zugleich empathisch und spannend umzusetzen und uns sehr gut als Gruppe mitgenommen. Die Zeit ist wie im Flug vergangen."
„Ich habe sehr viel positives Feedback bekommen. Ich fand es besonders gut, wie du es geschafft hast, die Teilnehmenden durchgehend einzubinden und das Interesse und die Aufmerksamkeit hochzuhalten."
FAQ
Empfohlen sind zwei bis drei Tage. Konflikte brauchen Übung, nicht nur Einordnung: Die Teilnehmenden arbeiten an echten Fällen, und das braucht Zeit. Kompaktere Formate ab einem halben Tag sind möglich, etwa als Impuls für eine Führungsrunde.
Für Führungskräfte, Teams und Projektverantwortliche in Konzernen und im Mittelstand. Die Gruppengröße liegt bei 6 bis 20 Personen. Vorerfahrung ist nicht nötig, echte Fälle aus dem eigenen Alltag sind ausdrücklich erwünscht.
Ja. Die Übungen sind für den Raum entwickelt und für online übersetzt, nicht einfach abgefilmt. Präsenz bleibt für die intensiven Rollenspiele die erste Wahl, online funktioniert vor allem für kürzere und verteilte Formate.
Im Training lernt ihr das Handwerk, um Konflikte selbst zu bearbeiten. Wenn ein konkreter Konflikt schon so festgefahren ist, dass Training zu spät kommt, ist Konfliktmoderation oder Mediation das richtige Format. Beides biete ich an, die Auftragsklärung zeigt, was passt.
Der Preis hängt von Dauer, Gruppengröße und Vorbereitung ab. Jedes Training beginnt mit einem kostenlosen Auftragsklärungsgespräch, danach bekommt ihr ein konkretes Angebot.
Konfliktmanagement ist eines von fünf Trainingsthemen. Angrenzend: Verhandlung & schwierige Gespräche, wenn das Gespräch ansteht, und Führungskommunikation für den Alltag davor. Alle Themen in der Übersicht. Wer dahinter steht: Über mich.